Abenteuer Erzberg

Abenteuer Erzberg
Der Steirische Erzberg ist ein weltweites Unikat und zählt zu den TOP der Ausflugsziele in der Steiermark. Die unglaubliche Silhouette obertage, die spannende Erlebnistour in das Schaubergwerk untertage sowie eine Abenteuerfahrt mit dem größten Taxi der Welt, dem 860 PS starken Hauly, fallen unter die Kategorie „Das muss man gesehen und erlebt haben!“. Authentisches Erz-Erleben wird für Besucher aus aller Welt mit Abenteuer Erzberg möglich gemacht. Dabei vereint das Profitcenter Abenteuer Erzberg Geschichtliches mit Gegenwärtigen, ermöglicht den Gästen hautnahes Erleben im Tagebau, gibt Einblicke in den Arbeitsalltag der Bergmänner und zeigt Ausblicke in die Zukunft.

Abenteuer Erzberg hautnah:
Das Erlebnis „Abenteuer Erzberg“ beginnt für sämtliche Besucher bereits im Besucherzentrum „Talstation“. Denn das historische Bauwerk ist nicht nur Empfangsraum für unsere Gäste, sondern gleichzeitig auch Ausgangspunkt für die Reise in den größten Erztagebau Mitteleuropas. Schon beim Betreten des Gebäudes erleben Besucher die rasche Weiterentwicklung im Bergbau: Die Talstation war einst Ausgangspunkt des Hugo-Stinnes-Aufzuges, der von 1924 bis 1965 als Zubringerbahn tausende Arbeiter und Arbeiterinnen zu den Arbeitsstellen, Familien zu den Wohnhäusern der Erzbergsiedlungen und Ausflügler zum Berghaus auf 1220m Seehöhe – der Endstation der Bahn – brachte. Nach Stilllegung der Bahn wurde das Gebäude um ein Stockwerk erhöht, behielt aber seinen urtümlich funktionellen Charakter bei. Modernisiert und adaptiert empfängt die Talstation heute zahlreiche Gäste.

Neben diesen ersten Eindrücken aus der Welt des Bergbaues, bietet die Talstation für Besucher viele weitere Möglichkeiten. Gäste können vor Antritt ihrer Touren noch eine Stärkung im Haulyrestaurant einnehmen, sich durch unseren feinen Verkaufsraum des Haulyshop shoppen, die Vernissage Erzberg von Dr. August Zöbl kostenfrei besuchen oder ein Erinnerungsbild zum Mitnehmen machen lassen.

Haulyfahrt
Besucher fahren mit dem PS-stärksten und größten Taxi der Welt – dem Hauly, einem umgebauten 860-PS-Riesen mit Aussichtsplattform – die Stufen des Erzberges entlang und sehen den anderen im aktiven Erzabbau verwendeten Schwerlastkraftwagen und Radladern bei der Arbeit zu. Während der ca. einstündigen Fahrt erfahren Besucher Wissenswertes über den Erzabbau obertage und den Arbeitsalltag der Bergleute, lernen die Natur und regionale Kultur kennen und fahren zu den Schauplätzen des Erzbergrodeos.

Live-Sprengung
An Donnerstagen können Besucher den Erzabbau hautnah miterleben! Gäste werden mit dem Hauly direkt zur Sprengung gebracht und erleben, wie bis zu rund 80.000 Tonnen Erz und Gestein hereingesprengt werden. Gleichzeitig erklärt der zuständige Sprengbefugte sämtliche Details über die Sprengtechnik. Als Mitbringsel für zuhause gibt es das originale Sprengprotokoll. (Achtung: Aufgrund der hohen Nachfrage für Live-Sprengungen wird dringend um Voranmeldung gebeten.)

Schaubergwerk
Gäste besuchen in einer ca. eineinhalbstündigen Tour das unterirdische Labyrinth des Erzberges und lernen die untertägige Arbeitswelt der Knappen einst und jetzt kennen. Außerdem erfährt man von der Entstehungsgeschichte des Erzberges, erlebt die Wassermannsage und wird Zeuge einer audiovisuell inszenierten Sprengung. Und für diejenigen, die selbst Hand anlegen wollen, gibt es Fülltröge, Räumnadeln und pressluftbetriebene Handbohrgeräte.

Freilichtausstellung Oswaldi
Zu den drei bestehenden Angeboten wurde 2016 die völlig neue Attraktion „Erlebnisreich Oswaldirücken“ in das Programm mitaufgenommen. Das weitläufige Areal auf 878 Meter Seehöhe lädt Besucher zu einem erlebnisreichen Spaziergang ein und bietet gleichzeitig authentisches Erzleben mit dem Live-Erlebniskino „Tagebau hautnah“.

Eine audiovisuelle Darstellung zeigt die Entstehung des Erzberges - angefangen vom Urknall vor ungefähr 5 Mrd. Jahren - nachdem sich die freigesetzte Materie zu Sternen und Planeten verdichtet hat, über vulkanische Tätigkeiten, Kalkablagerungen und Erdverschiebungen bis zur Eisenspatvererzung.

Vor ca. 500 Mio. Jahren entstanden nicht nur die ersten Lebewesen unter Wasser, sondern auch die Gesteinsplatte, die heute den Erzberg trägt.

In Ihrer Traditionsverbundenheit haben die Knappen des Steirischen Erzberges auch Ihrer Schutzpatronin, der Heiligen Barbara, einen Ehrenplatz in Form der Barbara-Kapelle geschaffen.

Die Heilige Barbara ist die Schutzpatronin der Hutmacher, Weißnäherinnen, Bürstenbinder, Kürschner, Lederarbeiter, Weber, Tuchmacher, Dachdecker, der Artillerie und im besonderen der Bergleute.

Große Begeisterung erntet die original nachgestellte Sprengung.

Diese simuliert das sekundenschnelle Hereingewinnen von 60 Tonnen Gestein in einem 10m² großen Stollen.

Grelle Blitze durchzucken das Dunkel des Stollenlabyrinths, unter ohrenbetäubendem Getöse und aufsteigendem Pulverdampf ist der Schaubergwerksbesucher mitten im Geschehen.

Auch scheinbar Unmögliches wird im Schaubergwerk Wirklichkeit. Der Wassermann taucht tatsächlich auf! Die Besucher werden überrascht sein und mit einem Schlag in die Vergangenheit zurückversetzt. Man wird Zeuge, wie der Wassermann den Eisenerzern

Gold für 10 Jahr',
Silber für 100 Jahr'
und Eisen für immerdar

anbietet. Nähere Informationen zur Wassermannsage finden Sie auf der Informationsseiten 5 und 6!

Hauly

Schwerpunkt Nummer zwei ist die Fahrt mit dem größten Taxi der Welt hinauf zu den einzelnen Betriebspunkten über die Stufen des Erzberges. Schon allein der Einstieg in Hauly I und II, wie die beiden riesigen Lastwagen heißen, ist ein Erlebnis – 860 PS stark und mit einem Eigengewicht von rd. 55 t.

Unsere starken Ausflugsgiganten erwarten Sie zu einer Reise über die Etagen des Steirischen Erzberges.

Der Hauly bringt Sie zu seinen aktiven Kollegen. Sie erleben die imposanten riesigen Schwerlastkraftwagen und Radlader bei der täglichen Arbeit, bei der Gewinnung von täglich bis zu 20.000 Tonnen Erz und Gestein.

Tausende Besucher kommen auch zu div. Motorsportveranstaltungen im Zwei- und Vierradbereich, zum "Erzberg-Rodeo" und zu Mountainbike- und Nordic-Walk-Bewerben.

Für Ihr leibliches Wohl sorgt unser Restaurant und auch ein eigener Erzberg-Shop steht Ihnen zur Verfügung.

Die Wassermannsage
 
"Wählt! Einen goldenen Fuß, ein silbernes Herz oder einen eisernen Hut.
Gold für 10 Jahr',
Silber für 100 Jahr'
oder Eisenerz für immerdar!"

In der Nähe des Leopoldsteiner Sees, gleich neben der Bundesstraße, die von Eisenerz nach Hieflau führt, befindet sich ein kleiner Wassertümpel, die "Schwarze Lacken". Dort sahen die Leute vor vielen hundert Jahren öfter einen Wassermann. Gewöhnlich war er in der Grotte hinter dem Tümpel, zuweilen stieg er an warmen Tagen ans Ufer, um sich zu sonnen.

Damals glaubte man, dass so ein Wassermann große Schätze besitze. Aus diesem Grund wollten ihn die Leute fangen. Er war aber sehr scheu und glatt wie ein Fisch, mit bloßen Händen daher nicht zu halten. Also griffen die Leute zu einer List.

Eines Morgens, es war ein warmer, sonniger Tag, stellten sie Braten und Wein ans Ufer und legten Kleidungsstücke dazu, die sie vorher innen mit Pech bestrichen. Dann versteckten sie sich und warteten. Nach einer Weile kam der Wassermann tatsächlich aus der Grotte heraus und besah neugierig die Sachen. Schließlich griff er gierig nach dem Braten und trank den Wein aus. Dann zog er die Kleider an, tanzte eine Weile herum und legte sich danach nieder. Der Wein übte seine Wirkung aus und der Wassermann schlief fest ein.

Als dies die Leute sahen, stürzten sie sich auf den Schlafenden und fesselten ihn. Er wachte auf, wehrte sich mit aller Macht, aber es half nichts.

Sie führten in taleinwärts und waren schon zu der Stellen gekommen, wo man zum ersten Mal den Erzberg erblickt. Hier wollte der Wassermann nicht mehr weiter. Er tobte, jammerte und schrie und versprach schließlich für seine Freilassung große Schätze. Das hörten die Leute gerne und fragten gleich: "Was willst Du uns geben?"

Und der Wassermann sprach:
"Nun wählet schnell auf dieser Stell'!
Ein gold'ner Fuß bald schwinden muß.
Ein silbernes Herz, die Zeit verzehrt's.
Ein Eiserner Hut, hält lang und gut.
Erwägt es klug, dann habt genug!"

"Den Eisernen Hut wollen wir haben", riefen die Leute. Nun zeigte der Wassermann auf den Erzberg und sprach: "Seht, dort steht er: dieser Berg wird Euch Eisen für immer geben! - Jetzt aber führt mich zurück in meine Grotte!"

Die Leute glaubten ihm, führten ihn zurück zur Grotte und ließen ihn frei. Sogleich verschwand der Wassermann in der Tiefe. Die Erde bebte, das Wasser rauschte gewaltig und wurde blutrot. Aus der dunklen Tiefe der Schwarzen Lacken ertönte aber noch eine unheimliche Stimme: "Um das beste habt ihr aber doch vergessen zu fragen, und zwar um den Karfunkelstein und um die Bedeutung des Kreuzes in der Nuss!"

Was der Wassermann damit meinte, ist noch bis heute ein Rätsel geblieben. Die Leute liefen eilig davon, der Wassermann zeigte sich nie wieder.

Das Versprechen des Wassermannes - ".....Eisen auf immerdar ...." hätte sich sicherlich bewahrheitet, wenn der Erzabbau mit Schlegel und Eisen auch heute noch angewandt würde. Er konnte auf keinen Fall wissen, dass die Bergbautechnik so rasch voranschreiten würde.

Wenn man es noch genauer nehmen würde, hat der Wassermann trotzdem nicht gelogen. Erze mit weniger als 20 % Eisengehalt werden auf den Halden im Gsoll abgestürzt und diese werden uns wohl auch nach der endgültigen Einstellung des Abbaues erhalten bleiben. Und natürlich dürfen die beträchtlichen Quantitäten unter dem Werfener Schiefer nicht vergessen werden.

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Allgemein

ÖFFNUNGSZEITEN
Mai – Oktober 2019
Täglich, bei jedem Wetter (ausgenommen Schnee) zwischen 08:30 und 16:30 Uhr
Die erste Haulytour kann auf Wunsch auch um 08:30 Uhr starten.
Sprengung: jeden Donnerstag, ausgenommen Feiertage und Betriebsstillstand

Warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen

Voranmeldung für alle Angebote unbedingt erforderlich!

Für Busse
Freiplatzregelung

Buschauffeur frei

Busstellplätze
10 Stellplätze in 50m vorhanden